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Stand: 19.12.2006

Distrikt Dinajpur
 

Produktion handgewobener Jutewaren (z.B. Jutetaschen, Briefmappen-Außenhülle)

Arbeitsphasen und –schritte:

• ggf. Anbau und Ernte eigener Jutepflanzen, Verarbeitung zu Rohjute. Falls Qualität unzureichend: Verkauf auf dem Dorfmarkt und Kauf hochwertiger Rohjute auf dem 4-13 km entfernten Jutemarkt. Transport zu Fuß, per Last- oder Fahrrad.

• Farbe wird aus Dhaka geliefert, man färbt aber selbst (da nur kleine Mengen)

• Spinnen des Jutefadens auf Einfachst-Spindel

• Weben der Ware auf selbst zusammengebautem Einfachst-„Webstuhl“ unter dem Vordach eines (i.d.R. des eigenen) Lehmhauses

• (Näharbeiten in Dhaka)

Den 100 Produzentinnen um Sultanpur und 30 Produzentinnen um Bulija/Rudrapur werden

Aufträge je nach Qualifikation zugeteilt. Wareneingang, Qualitätskontrolle und Bezahlung der Produzentinnen im lokalen Tarango- Zentrum im Dorf Sultanpur (ca. 400 km von Dhaka entfernt, Fahrzeit 11-14 Stunden) durch die Supervisorin Purnobashi, die gleichzeitig dieses Zentrum verwaltet. Auftragsvolumen ist lt. deren Aussage nur noch etwa 2000 Taschen pro Jahr (überprüfen!). Das Kreditprogramm ist gescheitert. Früher gab es 16 Mitarbeiter, heute nur noch ca. 1,5. Der Gebäudekomplex des Tarango- Zentrums Sultanpur ist äußerlich sehr schön, aber jetzt völlig überdimensioniert, die Möblierung völlig heruntergekommen. Ein recht modern eingerichteter Trainingsraum wird zeitweise an andere Organisationen vermietet.

Das ehemalige Tarango- Zentrum in Bulija mit 12 Nähmaschinen, Batikraum, Lager und Büro ist vor 3 Jahren abgebrannt und nur noch Ruine. Die Produzentinnen müssen ihre Ware jetzt im 10 km entfernten Sultanpur abgeben. Batik entfällt.

Distrikt Dinajpur